[Gemäß einer Studie des Bundesverbands Deutscher Stiftungen (BVDS) erwarteten für das Jahr 2017 nur noch 65 % der Stiftungen eine Rendite über der Inflationsrate – in den Jahren 2015 und 2016 waren es noch über 80 %. Daher stellt sich die Frage, ob Stiftungen finanziell für die Zukunft gerüstet sind und somit ihrem gemeinnützigen Zweck in der vorgesehenen Weise nachkommen können.
Am Beispiel US-amerikanischer Universitätsstiftungen werden Optimierungshebel für die Anlagepolitik deutscher Stiftungen aufgezeigt. Während Fonds und Festgeld die häufigsten Anlageformen deutscher Stiftungen sind, zeigt die Analyse der US-amerikanischen Universitätsstiftungen, dass diese eine breitere Streuung, eine bessere Berücksichtigung der Risikoallokation und eine höhere Risikobereitschaft aufweisen. Eine Simulation von Referenzportfolios für unterschiedliche Anlagepolitiken deutscher Stiftungen sowie ein Vergleich mit Yale als dem Spitzenreiter US-amerikanischer Universitätsstiftungen zeigt ein Renditepotential von 2 % oder bei einem geschätzten Stiftungsvermögen von 100 Mrd. Euro von 2 Mrd. Euro pro Jahr auf.
Diese Ergebnisse zeigen die Notwendigkeit einer intensiven Beschäftigung mit der Frage, wie Stiftungen zukünftig ihre Vermögen verwalten und sie dabei mit geeigneten Rahmenbedingungen unterstützt werden können.]
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