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06.05.2026
Leadership development
Executive Education insights

Führung im Familien-Unternehmen neu denken: Impulse aus dem General Management Seminar

Wie entwickelt man ein Familienunternehmen weiter, ohne seine Wurzeln zu verlieren?
ESMT Berlin | 06.05.2026
ESMT Executive Education participant Rouven Weber taking part in the General Management Seminar

Vor genau dieser Herausforderung stand Rouven Weber, als er begann, im Familienunternehmen schrittweise Verantwortung zu übernehmen. Sein Führungsstil unterscheidet sich in einigen Punkten von dem seines Vaters. Gleichzeitig gilt es, Stabilität und Identität des Unternehmens zu bewahren und das Unternehmen zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

In dieser Phase suchte er bewusst nach neuen Perspektiven und entschied sich für die Teilnahme am General Management Seminar (GMS) der ESMT Berlin. Das Programm richtet sich an Führungskräfte, die sich auf umfassendere Managementverantwortung vorbereiten oder diese bereits übernommen haben und sich mit zentralen Fragen moderner Unternehmensführung auseinandersetzen – von Strategie und Transformation bis hin zu Führung und Innovation.

Verantwortung übernehmen und zunehmende Komplexität gestalten

Aktuell befindet sich Rouven in der Phase der schrittweisen Übernahme des Familienunternehmens in der Lebensmittelproduktion und wird intensiv in die verschiedenen Verantwortungsbereiche eingearbeitet. Dabei erhält er Einblicke in strategische Themen und übernimmt zunehmend operative und unternehmerische Verantwortung.

In einem mittelständischen Unternehmen mit rund 80 Mitarbeitenden bedeutet das eine hohe inhaltliche Bandbreite und Verantwortung über viele Bereiche hinweg. In solchen Strukturen sind viele Funktionen gebündelt, was eine besonders breite unternehmerische Verantwortung mit sich bringt.

„Die Aufgaben sind in nahezu allen Bereichen komplexer geworden. Dadurch bin ich heute in zahlreiche Themen direkt eingebunden und trage in unterschiedlichen Bereichen Mitverantwortung.“

Zwischen eigenem Führungsstil und bestehender Unternehmenskultur

Vor seiner Teilnahme am GMS stand für ihn vor allem eine zentrale Frage im Raum: Wie gelingt gute und wirksame Führung in der Praxis? Dabei beschäftigte ihn insbesondere, welche Führungsansätze es gibt und wie sich diese im Unternehmensalltag sinnvoll einsetzen lassen.

Besonders prägend war dabei das Spannungsfeld zwischen Kontinuität und Veränderung. Dabei wurde deutlich, dass sich sein Führungsstil in einigen Punkten von dem seines Vaters unterscheidet.

„Für mich war die Frage besonders relevant, wie ich Veränderungen erfolgreich vorantreiben kann, ohne dabei die Stabilität und Identität des Unternehmens aus dem Blick zu verlieren.“

Neue Perspektiven durch Austausch und Reflexion

Mit dem General Management Seminar suchte er gezielt nach neuen Impulsen. Neben fachlichem Input spielte vor allem der Austausch mit anderen Teilnehmenden eine zentrale Rolle.

„Ich wollte Denkanstöße erhalten, die über das eigene Unternehmen hinausgehen, und von den Erfahrungen anderer Führungspersönlichkeiten lernen.“

Prägende Eindrücke aus dem Programm

Ein prägender Moment war das Modul zur psychologischen Sicherheit:

„Mir war vorher nicht in diesem Ausmaß bewusst, welchen Einfluss psychologische Sicherheit auf Zusammenarbeit, Leistung und Entwicklung in Unternehmen haben kann. Dieser Perspektivwechsel war für mich ein wichtiger Aha-Moment.“

Führung neu denken und situativ handeln

Eine seiner wichtigsten Erkenntnisse aus dem Programm war, dass es nicht den einen richtigen Führungsstil gibt, den man konsequent in jeder Situation anwenden sollte. Vielmehr kommt es darauf an, unterschiedliche Führungsansätze zu kennen und sie situativ passend einzusetzen.

Ebenso wichtig war für ihn die Erkenntnis, dass Unternehmen, die sich nicht aktiv weiterentwickeln und nicht offen für neue Ideen sind, in Zukunft zunehmend unter Druck geraten werden. Zukunftsfähigkeit entsteht aus Veränderungsbereitschaft, Offenheit und dem Willen zur kontinuierlichen Weiterentwicklung.

ESMT Executive Education participant  Rouven Weber and a classmate taking part in the General Management Seminar
ESMT Executive Education class photo: General Management Seminar participants in the classroom

Vom Impuls zur konkreten Umsetzung

Seit dem Programm hat er begonnen, einzelne Themen bewusst in die Praxis zu überführen. Besonders konkret zeigt sich das daran, dass er den Austausch mit zwei Dozenten gezielt vertieft hat.

Mit Prof. Jan U. Hagen plant er eine Umfrage zur psychologischen Sicherheit im Unternehmen, um gezielte Ansatzpunkte für die Organisationsentwicklung abzuleiten.

Parallel arbeitet er mit Alexandros Klintsaris, einem Alumnus des ESMT MSc-Programms und heute als Berater und Trainer tätig, an der Entwicklung von KI-Workshops, die einen konkreten Mehrwert für das Unternehmen schaffen sollen.

„Für mich ist genau das ein wesentlicher Mehrwert des Programms: Impulse nicht nur mitzunehmen, sondern sie auch konkret im Arbeitsalltag umzusetzen.“

Mehr Klarheit, mehr Struktur, mehr strategischer Blick

Die Wirkung des Programms zeigt sich für ihn vor allem in einer veränderten Denkweise. Das Seminar hat seinen Blick auf Führung, Organisation und unternehmerische Entwicklung deutlich erweitert. Er geht viele Themen heute strukturierter, bewusster und strategischer an.

Das zeigt sich auch konkret in seinem Arbeitsumfeld: Er arbeitet intensiver an klaren Unternehmenszielen, legt größeren Wert auf eindeutige Strukturen und gestaltet Meetings bewusster und zielgerichteter. Zudem treibt er Veränderungsprozesse aktiver voran – etwa im Kontext neuer Entwicklungen wie alternativer Fleischprodukte.

Neue Perspektiven gewinnen und Verantwortung weiterentwickeln

Rückblickend empfiehlt er das Programm insbesondere Menschen, die Verantwortung tragen oder künftig mehr Verantwortung übernehmen möchten, vor allem dann, wenn sie schon lange im eigenen Unternehmen oder in gewachsenen Denkmustern arbeiten und bewusst neue Perspektiven gewinnen möchten.

„Für mich persönlich war besonders spannend, dass ich anfangs unsicher war, ob ich als einer der jüngsten Teilnehmenden wirklich in die Runde passe. Diese Unsicherheit hat sich aber sehr schnell gelegt. Im Gegenteil: Ich habe sehr viel gelernt, viele wertvolle Impulse mitgenommen und den Austausch mit der Gruppe als ausgesprochen bereichernd erlebt.“

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