Deutschlands führende Forschungseinrichtungen und Venture-Capital-Investoren unterstützen gemeinsamen Spin-off-Rahmen
Das German Spin-off Framework ist eine freiwillige Selbstverpflichtung von Forschungseinrichtungen, Technologietransferstellen und Investoren auf gemeinsame Standards für Ausgründungen aus der Forschung. Es ist das Ergebnis eines breit angelegten kollaborativen Prozesses, der von Dr. Thorsten Lambertus, Geschäftsführer des DEEP - Institute for Deep Tech an der ESMT Berlin, koordiniert wurde. Gemeinsam mit Investoren, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Technologietransfer-Experten wurden praxisnahe Leitplanken für die Lizenzierung geistigen Eigentums, Beteiligungsmodelle und Spin-off-Verhandlungen entwickelt. Ziel des Frameworks ist es, Reibungsverluste zu reduzieren und Transparenz zu schaffen. Es soll Gründerinnen und Gründern, Investoren sowie Forschungseinrichtungen ermöglichen, sich stärker auf den Aufbau international wettbewerbsfähiger Deep-Tech-Unternehmen zu konzentrieren.
Die breite Unterstützung aus Deutschlands Innovationsökosystem zeigt sich auch in der Zahl der Unterstützer. Bislang haben 44 Organisationen aus den Bereichen Venture Capital, Forschung, Technologietransfer, Recht, Medien und Deep Tech das Framework gemeinsam entwickelt und offiziell unterzeichnet: APEX Ventures, Ascenion, Atlantic, Basic Ventures, Bayerische Patentallianz GmbH, BayBG Venture Capital, Bayern Kapital, Bio Deutschland e. V., BioM, BioRN, Business Angels Deutschland (BAND), Charité & BIH, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, D11Z, DEEP - Institute for Deep Tech an der ESMT Berlin, DESY, DKFZ, First Momentum, Forbion, Fraunhofer, HZDR, Joachim Herz Stiftung, Karlsruher Institut für Technologie, LMU Klinikum, Marvelous Ventures, Matterwave Ventures, Max Planck Innovation GmbH, Noerr, Occident Ventures, Positron, Potsdam Science Park, RWTH Aachen, seed+speed Ventures, Sofinnova, SouthwestX, TU Dresden, TU München, Triathlon (Universität des Saarlandes), U2V, Universität Stuttgart, Venture Capital Magazin, Vireo Ventures, Visionaries Tomorrow, und WIPIT.
Das Framework bringt die Interessen von Gründerinnen und Gründern, Forschungseinrichtungen und Investoren hinter einem gemeinsamen Anspruch zusammen: Spitzenforschung in international wettbewerbsfähige Unternehmen zu überführen. Es definiert marktorientierte Leitplanken für die Lizenzierung geistigen Eigentums, Beteiligungsmodelle und Technologietransfer-Verhandlungen. Es stellt dabei Gründeranreize, Investierbarkeit und langfristige Wertschöpfung über kurzfristige Erlösmaximierung. Durch mehr Transparenz, geringere Unsicherheit und schnellere Verhandlungen soll das Framework Deutschlands Fähigkeit stärken, bahnbrechende Technologien erfolgreich zu kommerzialisieren und international relevante Deep-Tech-Champions hervorzubringen.
„Deutschland verfügt über exzellente Forschung und ein starkes Venture-Capital-Ökosystem. Trotzdem verlieren wissenschaftsbasierte Ausgründungen noch immer zu viel Zeit in komplexen und wenig vorhersehbaren Technologietransfer-Verhandlungen – oder starten mit Konditionen, die spätere Finanzierungsrunden erschweren“, sagt Lambertus. „Das German Spin-off Framework bietet Gründerinnen und Gründern, Forschungseinrichtungen und Investoren gemeinsame Leitlinien, die auf praktischen Erfahrungen basieren. Dass bereits mehr als 40 Organisationen das Framework unterstützen, zeigt, dass das Ökosystem bereit ist, sich gemeinsam weiterzuentwickeln, um mehr international erfolgreiche Deep-Tech-Unternehmen aufzubauen.“
Das GSOF versteht sich als lebendiges Rahmenwerk, das sich mit Marktanforderungen und internationalen Best Practices weiterentwickeln wird. Es soll Deutschlands Anspruch unterstützen, exzellente Forschung erfolgreicher in weltweit wettbewerbsfähige Unternehmen zu überführen.